Die oberste Regel eines guten Buches war auch die, mit der ich beim Schreiben des 1. Kapitels die meisten Probleme hatte. Dinge sollen gezeigt, nicht bloß erzählt werden, da sonst die Welt ziemlich flach wirkt. Statt „Er war zornig“ wäre also z.B. besser: „Er merkte, wie die Wut in ihm aufstieg. Das waren bloß Lügen! Er atmete tief durch, um sich selbst von einer Überreaktion abzuhalten, davon, einfach zuzuschlagen.“

Bloß ist es nicht so einfach, jede emotionale Wendung derart wortreich darzustellen, und mir kommt vor, als würde eine Überbeanspruchung des Prinzips das Buch langweilig und detailbesessen wirken lassen. Ich muss offenbar noch den richtigen Mittelweg finden.